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August 2021: Weshalb der TPF seine Entscheide nicht begründet

Staatliche Filmförderstellen müssen ihre ablehnenden Entscheide gemäss geltendem Recht begründen. Der TPF unterliegt als privatrechtliche Institution, die von drei Gesell-schaften gespeist wird, keinen solchen Vorgaben.

Nichtsdestotrotz haben wir diese Frage eingehend diskutiert und sind zum Schluss ge-kommen, an der bisherigen Praxis festzuhalten. Der TPF wird demnach seine Entscheide gestützt auf folgende Überlegungen auch weiterhin nicht begründen:

1. In diesem Jahr stellt der TPF eine deutliche Zunahme der Gesuche fest. Dies wird automatisch zu einer höheren Ablehnungsquote führen, da die Mittel beschränkt sind. Daran können auch Begründungen nichts ändern.

2. Der TPF kann und muss keine „ausbildnerische“ Funktion übernehmen. Der Wunsch, anhand von Begründungen die Qualität der Projekte zu verbessern, ist zwar verständlich, sprengt aber den Rahmen unserer Möglichkeiten.

3. Wir nehmen ausdrücklich keine überarbeiteten Gesuche entgegen, sondern gehen davon aus, dass uns die bestmögliche Fassung eines Projektes vorgelegt wird. Auch vor diesem Hintergrund macht eine Begründung keinen Sinn, denn wir würden ein gemäss Begründung überarbeitetes Gesuch nicht prüfen.

4. Die Beurteilung von Filmprojekten ist immer auch Geschmacksache, je nachdem wie viele und welche Projekte gleichzeitig zu beurteilen sind. Solche Umstände lassen sich in einer Begründung nicht sinnvoll wiedergeben.

5. Es wäre für unsere Kommissionsmitglieder sehr zeitaufwändig, ihre Entscheide zu begründen. Dies wiederum würde zu deutlich höheren Kosten führen, die für uns nicht im Verhältnis zum „Ertrag“ stehen. Es mag Gesuchstellenden ungerecht erscheinen, wenn ihr Gesuch abgelehnt wird. Aber daran ändert auch eine Begründung nichts.

6. Aus unserer Sicht haben Begründungen von ablehnenden Entscheiden die Tendenz zur „Floskelhaftigkeit“. Wir erachten Begründungen daher nur als beschränkt aussagekräftig und damit nicht als sinnvoll.

Die Frage, ob es besser ist, ablehnende Entscheide zu begründen oder nicht, wird sich nie befriedigend klären lassen. Wichtiger scheint uns, dass Förderstellen und Kommissionen sich ernsthaft mit eingehenden Gesuchen befassen, sie sorgfältig prüfen und diskutieren und dann einen wohlüberlegten Entscheid fällen. Der TPF tut alles, dass dies in seinen Gremien der Fall ist. Wir danken unseren engagierten Kommissionsmitgliedern und vertrauen ihrem Urteil.

Juli 2021: Wechsel der Geschäftsleitung

Per 1. Juli 2021 hat Thomas Tribolet die Geschäftsleitung des TPF von Sandra Künzi übernommen.

November 2018: Spielfilmförderung des TPF – wichtige Information zur Gesuchseinreichung

Im Laufe dieses Jahres hat sich gezeigt, dass einzelnen Gesuchstellenden die Fristen zur Einreichung von Gesuchen beim TPF nicht bewusst sind. Gerne möchten wir Sie hiermit daran erinnern: Herstellungs-Gesuche für Spielfilme müssen spätestens 6 Wochen vor Drehbeginn eingereicht werden (Reglement Ziff. 7.1). Wir bitten alle Gesuchstellenden, diese Frist unbedingt zu beachten. Verspätete Gesuche werden wir nicht mehr entgegennehmen.

Ausserdem möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass der TPF Gesuche nur noch elektronisch via das Portal https://www.tpf-fpt.ch/etpf entgegennimmt.

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mai 2018: Wechsel der Geschäftsleitung

Per 1. Mai 2018 hat Sandra Künzi die Geschäftsleitung des TPF von Thomas Tribolet übernommen.

Ab 2017: TPF fördert Spielfilme wieder individuell

In den vergangenen Jahren hat der Teleproduktions-Fonds die Spielfilmprojekte des Deutschschweizer Fernsehens SRF jeweils automatisch gefördert: Ein Treatment wurde mit CHF 10‘000 unterstützt, ein Drehbuch mit CHF 20‘000 und die Herstellung eines Fernseh-Spielfilms mit CHF 200‘000. Zusätzlich haben wir im Rahmen eines Automatismus‘ auch die Entwicklung von Serien unterstützt.

Es hat sich gezeigt, dass eine reglementarische Behandlung in diesem Bereich zu starr ist, und die Gesellschafterversammlung des TPF hat deshalb entschieden, künftig – wie in den anderen Sprachregionen – Gesuche wieder individuell durch die Expertenkommission beurteilen zu lassen.

Was ändert sich für die Gesuchstellenden?

Es ändert sich grundsätzlich nichts, Sie müssen weiterhin jene Gesuchsunterlagen ein-reichen, wie Sie dies bisher getan haben (4-fach per Post und zusätzlich per Mail). Wesentlich aber ist, dass ein Gesuch ab 2017 nicht mehr automatisch gutgeheissen wird, sondern dass unsere Expertenkommission entscheiden wird, wie hoch der Beitrag des Teleproduktions-Fonds sein soll. Dabei orientieren wir uns an den bisherigen Beiträgen. Wir können aber dank einer individuellen Beurteilung besser auf Einzelfälle eingehen.

Das Bundesamt für Kultur ist dabei, eine elektronische Förderplattform einzuführen. Auch der Teleproduktions-Fonds prüft gegenwärtig die Einführung eines elektronischen Gesuchsverfahrens, dieses wird aber frühestens Anfang 2018 umgesetzt.

Wir bitten höflich um Kenntnisnahme.

Teleproduktions-Fonds GmbH

Christian Blaser
Sandra Künzi
Thomas Tribolet